Ballonfahren bei Nacht

Nachts Ballonfahren

Ballonfahren bei NachtBallonfahren ist auch nachts möglich und mit Sicherheit für jeden ein spannendes und unvergessliches Erlebnis. Nach dem Start schweben Sie zunächst lautlos über die nachtdunkle Landschaft und von unzähligen Lichtern erleuchtete Dörfer und Städte dahin. Sie erleben mit, wie der Himmel nach und nach heller wird, sich im Osten langsam rot färbt und die Sonne aufgeht.
Allerdings gelten für nächtliche Ballonfahrten einige zusätzliche Regeln und Gesetze. Diese gewährleisten, dass die Reise nicht zu einem riskanten oder gar lebensgefährlichen Abenteuer wird.

Piloten, die nachts Ballonfahren wollen, müssen zunächst einmal die entsprechende Erweiterung des Pilotenscheins PPL-D (Privatpilotenlizenz für das Fahren von Ballonen) erwerben. Hierfür sind zwei ca. zweistündige Einweisungsfahrten mit Start bei Nacht in Begleitung eines Freiballonführers mit Nachtfahrberechtigung erforderlich. Doch selbst für erfahrene Piloten ist die Landung eines Heißluftballons im Dunkeln, zumal in unbekanntem Gelände, äußerst gefährlich. Der beste Zeitpunkt für eine nächtliche Ballonfahrt ist daher eine bis zwei Stunden vor Sonnenaufgang.

Nachts ist das Ballonfahren nur mit vorschriftsmäßiger Nachtfahrtbeleuchtung erlaubt. Art und Umfang der so genannten Zusammenstoß-Warnlichtanlage sowie die korrekte Anordnung der beiden Blinklichter regelt die NfL II – 109/95 des Luftfahrt Bundesamtes. Auch muss der Ballon mit einem Transponder ausgestattet sein, der dessen Signal zur nächstgelegenen Radarstation sendet. Darüber hinaus ist der Pilot aus Gründen der Flugsicherheit verpflichtet, dort rechtzeitig vor Antritt der Nachtfahrt seinen Flugplan aufzugeben. Dies kann entweder telefonisch, per Faxformular oder online erfolgen.

Wenn das Wetter mitspielt und der Ballonführer alle oben genannten Punkte beachtet, steht dem unvergesslichen Abenteuer Ihrer Ballonfahrt in den Tag hinein nichts mehr im Wege.

Bildquelle: © Peter Behrens  / pixelio.de

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