Ballon (Montgolfiere)

Die Anfänge des Ballonfahrens sind auf die Gebrüder Montgolfiere, Joseph Michel Montgolfier (* 26. August 1740 in Lyon, † 26. Juni 1810 in Balaruc-les-Bains) und Jacques Étienne Montgolfier(* 6. Januar 1745 in Annonay, † 2. August 1799 in Lyon),ins 18. Jahrhundert zurückzuführen.

Ihre Familie besaß eine Papier-Fabrik, mit deren Hilfe sie sich schon früher mit der Luftfahrt beschäftigten, mit dem Fallschirm. Sie wurden 1780 durch Schriften von Joseph Priestleys angeregt sich mit unterschiedlichen Gasen zu beschäftigen. Ihr Ziel war es, eine luftdichte Hülle aus Papier mit „leichter“ Luft zum fliegen zu bringen.

Der erste Entwurf eines Ballons war geboren !

1782 setzen sie ihre Ideen in die Tat um und ließen einen Ballon, der mit Wolle und Heu erhitzer Luft aufsteigen sollte. Da sie der Meinung waren , dass der Ballon durch den Rauch angetrieben wird, benützen sie Materiale, die beim Verbrennen stark qualmen.

Am 4. Juli 1783 ließen die Brüder einen Ballon, der aus Leinwand bestand und mit Papier abgedichtet wurde, vor Publikum steigen. Die Fahrt soll angeblich 10 Minuten lang und 2000 Meter hoch gewesen sein.

Als König Ludwig der XVI. von den Flugversuchen der Brüder Wind bekam, lud er sie zu einer Demonstration ihrer Flugkünste nach Paris ein. Vor dem „Schauflug“ ließen die Brüder in Anwesenheit des Königs bereits einen Hammel, einen Esel und einen Hahn in einem Ballon fliegen. Da diese die Fahrten überlebten, genehmigte der König die bemannte Fahrt.

Am 21. November 1783 hoben der Physiker Jean-François Pilâtre de Rozier und der Offizier François d’Arlandes zur ersten bemannten Ballonfahrt der Geschichte ab.
Die Fahrt dauerte ca. 25 Minuten und die Insassen überlebten den Flug unverletzt.
Noch im gleichen Jahr flog Jacques Alexandre César Charles in einem Wasserstoff-Ballon auf eine Höhe von 3000 Metern.

montgolfiere

So in etwa sah auch die erste Montgolfiere (Ballon) aus.

Nach den zwei Brüdern sind auch zahlreiche Heißluftballon-Festivals wie z.B. die Montgolfiade in Tegernsee benannt.

Foto: © derpulch

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