Chinesische Ballons

Chinesische BallonsChinesische Ballons, auch Kong-Ming-Laternen genannt, gehen auf eine lange Tradition zurück. Vor etwa 2000 Jahren entwickelte der chinesische Militärführer Namens Kong-Ming diese Laterne um sie für die Kommunikation über weite Strecken zu nutzen. Sie sind dank der großen Flughöhe über mehrere Kilometer weit sichtbar.
Des Weiteren verwendeten die Menschen chinesische Ballons als Höhepunkte für Festlichkeiten als eine Art Feuerwerksersatz. Sie sollen böse Geister vertreiben und Wünsche erfüllen, wenn man diese auf den Ballon schreibt und ihn in den Nachthimmel schickt.

Hergestellt werden chinesische Ballons traditionell in Handarbeit. Ein nach unten geöffneter Sack aus dünnem Reispapier wird über einen leichten Rahmen aus Bambus gespannt. Ein mit Wachs getränktes Baumwollstück befindet sich in der Mitte der unteren Öffnung. Zündet man dieses an, so erwärmt sich die Luft im Ballon und lässt ihn aufsteigen. Die Brenndauer variiert je nach Größe des Ballons zwischen 5 – 30 Minuten.

Mit der Zeit entwickelten sich unterschiedliche Bauweisen. Manche Hersteller verwenden unbrennbares Reispapier und leichte Metallgestelle um das Risiko eines Brandes zu minimieren. Ökologischer ist jedoch nach wie vor die Verwendung von Bambus. Da die chinesischen Ballons meist weit weg wieder auf den Boden kommen und einfach liegen bleiben, können die Bambusrahmen in der Natur einfach verwittern.

Chinesische Ballons erfreuen sich auch heute großer Beliebtheit. Bei Feierlichkeiten wie Hochzeiten, Geburtstagen, Taufen, Abschlussbällen oder sonstigen Anlässen steigen die Laternen in den Himmel. Die wohl größte Ansammlung von chinesischen Ballons kann man jedes Jahr im November in Thailand sehen, wenn dort das traditionelle Lichterfest „Loy Krathong“ gefeiert wird. Tausende chinesische Ballons tragen die Wünsche der Menschen in den Himmel und bieten einen atemberaubenden Anblick.

Bildquelle: Rainer Sturm  / pixelio.de

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